Stand der Bauarbeiten

Die zukünftigen Bewohner_innen fiebern dem Einzugstermin im Spätsommer bereits entgegen. Und zum Glück macht der Bau riesige Fortschritte: Der Trockenbau ist weitgehend beendet, seit März wird Estrich verlegt. Im selben Monat startete die Erschließung des Nahwärmenetzes – Erdwärmespeicher stellen neben Photovoltaik, Solarthermie und einem Blockheizkraftwerk den wesentlichen Bestandteil des Energiekonzepts dar.

Nach und nach bekommen die Häuser nun auch ihren farbigen Anstrich. Ende April glänzte das Südhaus bereits mit wunderbar kunterbunten Faschen.

Das Südhaus im neuen farbigen Gewand

Garten-Workshop

Was passiert mit den Bergen von Bodenaushub auf unserem Grundstück? Wie schützen wir den Garten vor Wildschweinen? Und was qualifiziert eigentlich „heimische“ Pflanzenarten? All das war Thema eines Gartenworkshops, zu dem sich einige von uns mit Renate Froese-Genz, Landschaftsarchitektin aus Potsdam und selbst WohnMichel-Kandidatin, am 16. März in Michendorf trafen.

Bei der zum Workshop gehörenden Gartenbegehung überraschte uns ein Wintereinbruch, so dass die liebevoll „Michendorfer Alpen“ genannten Sandberge rund um die Baustelle ihrem Namen alle Ehre machten.

Begehung des WohnMichel-Grundstücks mit Renate bei winterlichem Schneetreiben

Was wir lernten: Um einen wirklich naturnahen Garten anlegen zu können, braucht es zunächst einiges an Vorwissen, mit dem man sich am Ende aber eine Menge überflüssiger Arbeit sparen kann. Zum Beispiel braucht man heimische Pflanzen in der Regel nicht zu gießen, da sie an das hiesige Klima angepasst sind. Und invasive Pflanzen, die anderen Bewuchs verdrängen, lassen sich oft bereits durch regelmäßiges Mähen in den Griff bekommen.

Renate erläutert die Kriterien, die einen Naturgarten auszeichnen

Unter „heimisch“ versteht man im engeren Sinne solche Arten, die schon „vor Kolumbus“ in dieser Region wuchsen. Vor dem Hintergrund des zunehmenden Artensterbens ist die Wiederansiedelung solcher Pflanzen besonders wichtig, weil sie Nahrung und Lebensraum für zahlreiche Insektenarten bieten.

Richtfest

Der 17. und 18. November 2017 waren zwei besondere Tage für unser Projekt. Nachdem noch vor wenigen Wochen nicht viel mehr als drei Betonsockel auf der Baustelle zu sehen waren, konnten die Mitglieder und Gäste beim feierlichen Richtfest bereits das Waldhaus von außen und innen erkunden. Auch das Mittelhaus stand schon fast vollständig.

Richtspruch des Zimmermanns

Dass ein gemeinschaftliches Wohnprojekt in der Region etwas Besonderes ist, zeigt die große Aufmerksamkeit der Politiker*innen, die am 17. November dem Richtspruch des Zimmermanns lauschten und selber einige Grußworte sprachen, wie Frau Dr. Manja Schüle (SPD), MdB für Potsdam-Mittelmark. Wolfgang Blasig, ebenfalls SPD-Mitglied und Landrat des Landkreises Potsdam-Mittelmark, würdigte den WohnMichel in einer sehr persönlichen Rede als gute Initiative gegen die zunehmende Vereinzelung in der Gesellschaft. Und Reinhard Mirbach (CDU), Bürgermeister der Gemeinde Michendorf, lobte den Mehrgenerationenansatz als eine willkommene Ergänzung angesichts einer lokalen Bevölkerung, die zu 90% in Ein- und Zweifamilienhäusern lebe.

Bürgermeister Mirbach und WohnMichel-Geschäftsführer Matthias Frost

Nach diesem offiziellen Teil setzten wir die Feier am Samstag, dem 18. November mit über 200 Gästen fort – mit einem üppigen Buffet, Kinderprogramm und Hausführungen für alle Interessierten.

Positiv und lesenswert fiel auch das Presse-Echo aus, beispielsweise von den Potsdamer Neuen Nachrichten oder der Märkischen Allgemeinen.

Unser Baustellenschild

Nicht nur die Bauarbeiter bauen, auch wir WohnMichel*inen sind aktiv!

Seht selbst: Eine kurze Dokumentation des Aufbaus des Baustellenschilds findet Ihr hier.

Viel Spaß beim Ansehen!

Zweites WohnMichel Zelten in Kakeldütt

Oh wie schön ist Kakeldütt!

Es ist schon fast eine WohnMichel-Tradition, dass wir uns einmal im Jahr in Kakeldütt an der wunderschönen Mecklenburgischen Seenplatte zum Zelten treffen. Im „Hexenwäldchen“ haben wir unsere Zelte aufgeschlagen und vier Tage lang Gemeinschaft probegewohnt: unsere Zelte standen dicht beisammen, wir haben uns einen Gemeinschaftsplatz eingerichtet und täglich zusammen gekocht.

Die Arbeit haben wir geteilt: es gab den Küchentrupp, den Einkaufstrupp und den Spültrupp. Die Freizeit haben wir je nach Bedarf individuell und/oder gemeinsam gestaltet: Kanu fahren, Spazieren gehen, im See schwimmen, lesen, spielen… Am Samstag haben wir für die Kinder eine Schatzsuche organisiert und am Abend die Geburtstage von Phil und Sabine gefeiert – mit einer Zaubershow, Singen, Dichten, Spielen, Body Percussion und gemütlichem Beisammensein.

Und was für ein Glück, dass es am Sonntag Früh geregnet hat: sonst hätten wir nicht so gemütlich mit knapp 20 Personen in einem Zelt gefrühstückt, Karten gespielt und lachend dem Regen getrotzt.

Danke, Kakeldütt, für diese schönen Tage – wir kommen wieder!

WohnMichel bei den Experimentdays 2017

Heute haben wir unser Wohnprojekt an einem Stand bei den Experimentdays in der Friedrich Ebert Stiftung vorgestellt. Wir hatten viele interessante Gespräche und hoffen, einige unserer Standbesucher/innen bald bei einer MV oder einem Infotreffen wiederzusehen!

Wir hatten nette Gespräche am Stand… und die Kinder Spaß beim Malen und Toben ( :