Unsere Werte

In Michendorf (südlichwestlich von Berlin/ angrenzend an Potsdam) realisieren wir ein
generationenübergreifendes und ökologisches Gemeinschaftswohnprojekt.

Ca. 45 Erwachsene und bis zu 30 Kinder können hier in mehreren Häusern wohnen.

Wir sind im Moment 22 Erwachsene, die Mitglied im Verein sind, und 12 Kinder. Wir sind zwischen einem Jahr und 68 Jahren: Männer und Frauen, Kleinkinder und Schulkinder, ältere Menschen und Menschen mit Behinderung, Familien, Paare, Singles.

Wohnmichel*inen: Mitglieder und Interessierte beim Gemeinschaftswochenende im Dezember 2016

Grundlagen und Ziele im WohnMichel

Im Folgenden findest Du Informationen dazu, was uns wichtig ist.

 

Gemeinschaft und Kommunikationskultur

Wir wollen aktiv zu einer Gemeinschaft werden. Achtsamer Umgang, Wahrhaftigkeit, Offenheit, Vertrauen, Gewaltlosigkeit und Verbindlichkeit sind uns wichtig. Gegenseitige Unterstützung und Hilfe, auf den anderen, seine Bedürfnisse und Grenzen zu achten, sich zu zeigen und die anderen zu sehen, sehen wir als Basis des Zusammenlebens. Wir streben Entscheidungsfindung im Konsensprinzip an und versuchen, Machtverhältnisse transparent zu machen. Zur Förderung der Gemeinschaftsbildung nehmen wir, auch schon in der Planungsphase, die Hilfe externer Coaches in Anspruch. Wir wollen gemeinsam feiern, authentisch, erfüllt und kreativ sein und etwas bewegen, was über die Möglichkeiten des*r Einzelnen hinausgeht.

 

Vielfalt

Wir haben kein geistiges oder politisches Dogma oder theoretische Glaubensvorgaben irgendwelcher Art. Wir treten auch nach außen für Toleranz und Respekt gegenüber allen Menschen ein, unabhängig von Herkunft, Glauben, Alter, Geschlecht, sexueller Orientierung und körperlichen Einschränkungen. Individualität und Verschiedenheit tragen zur lebendigen Gemeinschaft bei. Die Balance zwischen der Freiheit und Selbstbestimmung der/s Einzelnen und ihren Grenzen und den Bedürfnisse anderer loten wir täglich aus.

 

Kinder

Kinder sollen bei uns einen Raum bekommen, in dem sie in Freiheit, Geborgenheit und im Kontakt zur Natur aufwachsen können. Die Gemeinschaft trägt im Einklang mit der Verantwortung der Eltern Sorge für die Kinder. Interessierte Eltern können einen Waldkindergarten aufbauen.

 

Verantwortung

Jede*r trägt Verantwortung für sich, die Gemeinschaft und sein/ihr Wirken in der Welt. Dazu gehört die Bereitschaft, an diesen Zielen zu arbeiten, auch wenn es dabei über die eigene Komfortzone hinausgehen kann.

 

Nachhaltigkeit

Alle Menschen heute und in zukünftigen Generationen haben den gleichen Anspruch auf Lebensqualität und Ressourcennutzung. Deshalb streben wir einen sparsamen und achtsamen Umgang mit den Ressourcen unserer Welt an, sowohl was das Bauen betrifft, als auch im Bereich des täglichen Lebens. Unser Ziel ist dabei: den eigenen ökologischen Fußabdruck zu reduzieren. Wir möchten uns mit biologischen Lebensmitteln aus dem eigenen Nutzgarten und von einer Food-Coop versorgen. Wenn wir für die Gemeinschaft kochen, werden vegetarische und vegane Gerichte auf den Tisch kommen. Durch das Selbstherstellen von Nahrungsmitteln wie z. B. Marmeladen, Aufstrichen und Pestos sowie das Haltbarmachen von Obst und Gemüse lassen sich Kosten und Verpackungsmüll einsparen. Das Trennen von Müll ist für uns eine Selbstverständlichkeit. Im Bereich Mobilität gibt es große Einsparpotentiale. Das Benutzen des Fahrrads, von öffentlichen Verkehrsmitteln (Teilen von Fahrkarten) und Carsharing innerhalb der Gemeinschaft sind gute Möglichkeiten, sich ökologischer fortzubewegen. Auch das Teilen von Alltagsgegenständen wie Werkzeugen, Haushaltsgeräten, Spielsachen, Büchern und anderen privaten Dingen ist ressourcensparend. Unsere Gemeinschaft bietet die Chance, dass durch das Zusammenleben von Menschen, die unterschiedliche Begabungen haben, viele Dinge selbst gemacht, recycelt oder repariert und dadurch länger genutzt werden können.

Wir wollen eine Gemeinschaft, in der wir miteinander wachsen und ökologisch leben können und Verantwortung für unsere Welt übernehmen. Wir bemühen uns um eine Wirkung unseres Handelns über die Gemeinschaft hinaus. Wir wünschen uns Austausch
und Inspiration mit den umliegenden Nachbar*innen und der Gemeinde Michendorf.
Dabei wollen wir nicht dogmatisch sein, sondern voneinander lernen und uns gegenseitig respektieren.

 

Gemeinsame Projekte

Wir planen viel Gemeinschaftsflächen: Gemeinschaftsraum in jedem Haus, Versammlungssaal mit Küche, gemeinsame Außenanlagen (z.B. Spielplatz, Gemüsegarten, Feuerstelle, Volleyballplatz, Ruhegarten). Außerdem wünschen wir uns gemeinsame Aktivitäten: Carsharing, Foodcoop, gemeinsames Essen (z.B. einmal wöchentlich oder mittags für alle, die da sind), Filmclub, Tanzabende, Yoga, usw. usw. Wir sind offen für kulturelle und gesellschaftliche Projekte. Wir sind gespannt, was uns alles so einfällt, wenn wir endlich miteinander wohnen!